Da eine Brustvergrößerung ein großer chirurgischer Eingriff ist, wollen wir Sie bei Ihrem Vorhaben bestmöglich unterstützen. Gemeinsam haben wir mit unseren kooperierenden Ärzten einen Leitfaden für Sie entwickelt, der Ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen soll.

Vorbereitung und Recherche

Einen Chirurgen finden

Wenn Sie sich entschlossen haben, eine Brustvergrößerungsoperation durchzuführen, ist der erste und wohl auch wichtigste Schritt, einen kompetenten Chirurgen zu finden! Selbst unter Verwendung der besten Brustimplantate von Eurosilicone hängt das kosmetische Ergebnis wesentlich vom Geschick und der Erfahrung der operierenden Ärztin oder des operierenden Arztes ab! Fragen Sie Freundinnen, studieren Sie Online-Foren und erkundigen Sie sich bei zuweisenden Ärzten.

Bevor Sie einen ersten persönlichen Beratungstermin mit Ihrer Wunsch-Ärztin oder Ihrem Wunsch-Arzt vereinbaren, sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Chirurgin oder Ihr Chirurg die aktuell fortschrittlichsten operativen Techniken beherrscht und anwendet, u.a. daran ersichtlich, dass er beim zuständigen Berufsverband der plastisch-chirurgischen Ärzte registriert ist.

Beratungsgespräch

Bereiten Sie sich gewissenhaft vor – die Durchführung einer Brustoperation sollte sorgsam überlegt sein! Machen Sie eine Liste all jener Fragen, die Sie der Ärztin oder dem Arzt stellen möchten und suchen Sie nach Fotos von Brüsten, die Ihrer Vorstellung entsprechen. Bedenken Sie dabei, dass jeder Körper einzigartig ist und vielleicht die gerade von Ihnen bevorzugte Form bei Ihnen nicht möglich ist. Zum Arztgespräch mitgebrachte Fotos erlauben es der Chirurgin oder dem Chirurgen jedenfalls, Ihre Wünsche besser zu verstehen und eine Abschätzung der plastisch-chirurgischen Durchführung zu machen. Seien Sie ganz ehrlich und offen mit Ihren Erwartungen an diesem Eingriff! Einige Frauen wünschen sich Brüste, denen man ansieht, dass sie operativ vergrößert wurden.
Wieder andere Frauen erwarten sich, dass Sie einen diskreten, natürlichen Look bekommen, der wieder Fülle verleiht. Die Chirurgin oder der Chirurg wird Ihnen zeigen, was bei Ihrem Körperbau und dem vorhandenen Brustgewebe möglich ist und seine Vorschläge und Empfehlungen aussprechen.

Um Sie bei Ihrer Vorbereitung zu unterstützen, haben wir hier ein paar, oftmals gestellte Fragen zusammengestellt:

  1. Wie viele Eingriffe haben Sie durchgeführt?
  2. Wie viele Korrekturen Ihrer eigenen Arbeit nehmen Sie
    durchschnittlich vor?
  3. Welche Produkte verwenden Sie und warum?
  4. Kann ich einige Vorher-Nachher-Bilder sehen?
  5. Wie lange wird der Genesungsprozess dauern? Kann ich
    trotzdem arbeiten gehen?
  6. Wie schnell kann der Eingriff vorgenommen werden?
  7. Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?
  8. Wie groß wird die Narbe sein?
  9. Wie lange werden die neuen Brüste halten?
  10. Was sind die Gefahren und Risiken?
  11. Was passiert im Falle einer Schwangerschaft?
  12. Was ist, wenn ich stillen möchte?

Und seien Sie nicht überrascht, wenn Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie auffordert, sich zu entkleiden. Sie oder er muss Ihre Brüste begutachten, um entscheiden zu können, wie der von Ihnen gewünschte Look am besten erreicht werden kann.

Nehmen Sie sich Zeit und fühlen Sie sich nicht unter Druck gesetzt, bereits am ersten Beratungstag für irgendetwas Ihre Zustimmung zu geben. Es ist Ihr Körper und Ihre Entscheidung – vergewissern Sie sich, dass Sie 100 Prozent zufrieden mit Ihrer Wunsch-Ärztin/Ihrem Wunsch-Arzt, ihrer/seiner Expertise und den räumlichen-personellen Gegebenheiten sind.

Die Entscheidung treffen

Es ist mitunter sehr hilfreich und unterstützend, eine Freundin oder ein Familienmitglied für eine zweite Meinung zum Beratungsgespräch mitzunehmen. Denken Sie genau über die Kosten nach und informieren Sie sich, was im Preis inbegriffen ist und was nicht. Wer übernimmt etwa die Kosten für einen Revisionseingriff?

Überprüfen Sie nochmals die Referenzen Ihrer Chirurgin/Ihres Chirurgen u.a. im Internet und denken Sie daran: Sie allein treffen die Entscheidung. Lassen Sie sich von niemandem unter Druck setzen. Eine Brustvergrößerung kann Ihr Leben verändern, aber sie ist auch ein großer chirurgischer Eingriff und Sie müssen sich absolut sicher sein, dass Sie dies für Ihr Leben wollen.

Operation

Die Woche davor

Packen Sie Ihre Sachen und üben Sie eventuell den Anfahrtsweg, da Sie am Tag selbst vielleicht etwas aufgeregt sind. Eine gute Vorbereitung gibt Ihnen die notwendige Ruhe und Sicherheit.

Packen Sie alles ein, um Ihren kurzen Aufenthalt im Krankenhaus angenehm zu gestalten (Hausschuhe, Stütz-BH, Toilettenartikel usw.) – und bitten Sie einen Freund oder eine Freundin, für Sie da zu sein, wenn Sie nach dem Eingriff nach Hause zurückkehren.

Überprüfen Sie nochmals Ihre Ankunftszeit und bitten Sie um präoperative Beratung hinsichtlich Essens und Trinkens-Limitationen für den Operationstag bzw. notwendige präoperative Untersuchungen (Blutabnahme, interne Freigabe, etc.).

Am Tag des Eingriffs

Bei Ihrer Ankunft werden Sie wahrscheinlich jene Krankenschwester treffen, die sich im Verlauf Ihres Krankenhausaufenthaltes um Sie kümmern wird. Sie wird Ihnen Ihr Zimmer zeigen und aufkommende Fragen beantworten. Sie wird auch mit Ihnen besprechen, was Sie zu erwarten haben.

Anschließend wird Ihre Anästhesistin oder Ihr Anästhesist Sie aufsuchen und Ihnen u.a. Fragen zu allfälligen vorherigen Operationen stellen, um die für Sie adäquate anästhetische (d.h. Narkose) und analgetische (d.h. Schmerz) Therapie zu bestimmen.

Abschließend  wird Ihre Chirurgin oder Ihr Chirurg nochmals Ihre gemeinsamen Gespräche durchgehen, Sie ein letztes Mal untersuchen, um Maße und Markierungen für den Eingriff vorzunehmen und mit Ihnen die Einwilligungserklärung unterzeichnen.

Egal welche Fragen Sie nun noch haben – seien Sie nicht zu scheu, sie zu stellen. Erst wenn alle Fragen erschöpfend geklärt sind, sollte es losgehen.

Der Eingriff

Unterschiedliche Ärzte haben unterschiedliche Arbeitsweisen, aber allgemein lässt sich sagen, dass eine Brustvergrößerung für gewöhnlich unter Vollnarkose stattfindet und ein bis zwei Stunden dauert. Wenn Sie im OP-Saal eingeschlafen sind, wird die Chirurgin oder der Chirurg vorsichtig die Schnitte setzen. Sie werden in der Regel an einer von drei Stellen vorgenommen: Entweder unter der Brustfalte, in der Achselhöhle oder um den Warzenhof herum, wobei Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Stelle und Schnittführung bereits vorher mit Ihnen abgesprochen hat.

Nachdem Ihre Ärztin/Ihr Arzt die Schnitte durchgeführt hat, wird er Platz für das Implantat schaffen. Das Implantat liegt entweder unter dem Brustgewebe über Ihrem Brustmuskel, unter dem Brustmuskel oder, in einigen Fällen, im Brustmuskel.

Die Entscheidung Ihrer Chirurgin/Ihres Chirurgen, das Implantat über oder unter den Muskel (oder eine Kombination aus beidem) zu platzieren, hängt von Ihrer Anatomie, der gewählten Schnittart sowie Größe und Form Ihres Implantats ab.

Nachdem die Implantate eingesetzt wurden, wird Ihre Chirurgin/Ihr Chirurg die Schnitte mit Nähten verschließen (deren Fäden auflösbar sein können) und Ihre Brüste möglicherweise mit einem Stützverband oder Stütz-BH schützen.

Genesung

Im Krankenhaus
Wenn Sie aufwachen, erhalten Sie bei Bedarf Schmerzmittel, um jene Schmerzen zu lindern, die mit abnehmender Wirkung der Vollnarkose auftreten können.
Sie müssen von jemandem nach Hause gebracht werden und es wäre empfehlenswert, wenn ein Freund oder eine Freundin oder ein Familienmitglied in den ersten 24 Stunden bei Ihnen bleibt. Eine Vollnarkose kann vorübergehende  Auswirkungen auf Ihre motorische Koordination sowie kognitive Fähigkeiten haben. Sie dürfen daher 24 Stunden nach dem Eingriff nicht Auto fahren, Alkohol trinken, Maschinen bedienen oderrechtsgültige Dokumente unterzeichnen.Wenn Sie sich hinsichtlich des Autofahrens nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Kraftfahrzeugversicherer, um dessen Empfehlungen einzuholen und befolgen Sie immer die Anweisungen Ihrer Chirurgin/Ihres Chirurgen. Wenn Sie nach Hause gehen, tragen Sie vielleicht einen für den Heilungsprozess förderlichen Stütz-BH. Halten Sie sich unbedingt an die Vorgaben und Empfehlungen Ihrer Chirurgin/Ihres Chirurgen.Schon bei Ihrem ersten Termin bzw. vor Ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus, wird Ihre Chirurgin/Ihr Chirurg die Nachversorgung mit Ihnen besprechen, inkl. wann Sie Ihre täglichen Aktivitäten wieder aufnehmen können. Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie sich ungefähr zwei Wochen frei nehmen müssen und ungefähr einen Monat lang weder schwer Heben noch Arm- und Brustübungen machen dürfen. Je nach Empfehlung Ihrer Chirurgin/Ihres Chirurgen müssen Sie Ihre Aktivitäten möglicherweise sogar für einen längeren Zeitraum einschränken.Bedenken Sie stets, dass eine Brustvergrößerung einen großen chirurgischen Eingriff darstellt. Schonen Sie sich und wenden Sie sich an Ihre Ärztin/Ihren Arzt, wenn Sie meinen, Schmerzmittel zu benötigen. Nach ungefähr einer Woche werden in der Regel die Fäden gezogen. Sollte Ihre Chirurgin/Ihr Chirurg mit auflösbaren Fäden gearbeitet haben, werden diese schrittweise von alleine verschwinden. Besprechen Sie mit Ihrer Chirurgin/Ihrem Chirurgen, was Sie hinsichtlich Narbenbildung zu erwarten haben und was Sie tun können, um das Erscheinungsbild der Narben zu verbessern. Stellen Sie ruhig viele Fragen – es ist immer besser gut informiert zu sein.

 

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